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Flamme der Menschlichkeit machte Station auf der Wülzburg

Ein besonderes Zeichen der Menschlichkeit war am 17. Juni auf der Wülzburg oberhalb von Weißenburg zu Gast: Die „Flamme der Menschlichkeit“ der Fiaccolata 2026 machte auf ihrem Weg nach Solferino Station beim BRK-Kreisverband Südfranken.

Die Fiaccolata erinnert an die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859, bei der rund 40.000 Menschen getötet oder verwundet wurden. Das unermessliche Leid der Verwundeten bewegte den Genfer Kaufmann Henri Dunant dazu, unabhängig von Nationalität oder Zugehörigkeit Hilfe zu organisieren. Seine Erfahrungen und die daraus entstandene Idee einer neutralen humanitären Hilfe führten zur Gründung der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sowie zur Entstehung des Humanitären Völkerrechts.

Bis heute wird jedes Jahr rund um den Jahrestag der Schlacht ein Fackelzug zwischen Solferino und Castiglione durchgeführt. Tausende Rotkreuzhelfende aus aller Welt kommen dabei zusammen, um der Opfer zu gedenken und die Werte der Bewegung sichtbar zu machen. Bereits seit 2021 reist zudem eine Fackel als „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ auf einem Staffellauf durch Deutschland und Europa, bevor sie schließlich Solferino erreicht.

Vom BRK-Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen kommend, erreichte die Flamme am Mittwoch die Wülzburg. Heute geht ihre Reise weiter nach Nürnberg.

Mit der Wülzburg wurde bewusst ein Ort gewählt, der wie kaum ein anderer in der Region für die Bedeutung humanitärer Hilfe steht. Die ehemalige Festung diente im Laufe ihrer Geschichte als Kriegsgefangenenlager, Internierungslager und Flüchtlingsunterkunft. Gerade vor dem Hintergrund aktueller internationaler Krisen erinnert dieser Ort daran, wie wichtig die Einhaltung des Humanitären Völkerrechts und der Schutz von Menschen in Not sind.

Die Fiaccolata verbindet Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften auf der ganzen Welt und steht für die sieben Grundsätze der Bewegung: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Der BRK-Kreisverband Südfranken bedankt sich herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern, die an der Gedenkveranstaltung teilgenommen haben. Vielen Dank den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unseres Kreisverbandes, die mit ihrem Engagement täglich die Werte des Roten Kreuzes mit Leben füllen.

Sehr gefreut hat uns die Anwesenheit von Frau Oberbürgermeisterin Eva Reichstadt, Frau Marianne Asam als Mitglied des BRK Landesvorstandes, Herrn Bezirksvorsitzenden Harald Pruckner, JRK Bezirksvorsitzender Lena Glückselig, Bezirksgeschäftsführer Alexander Eberl, unserer 1. stv. Vorsitzenden Andrea Persch sowie der Geschäftsführung des BRK Südfranken, Rainer Braun, Tina Müller und Joahnnes Wetzel.

Ein besonderer Dank gilt unserem Konventionsbeauftragten Gerhard Grimm und seiner Frau Gabi. Mit großem persönlichem Einsatz haben beide die Organisation und Durchführung der Veranstaltung maßgeblich unterstützt und damit zum Gelingen dieses besonderen Abends beigetragen.

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